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Byers, Cordia

(leider kein Foto vorhanden / gefunden)

Eine Aufstellung aller Romane könnt Ihr hier nachlesen.

 Geliebte Geisel (Midnight Surrender)

ISBN 3-40412591-6; Ullstein-Verlag 1996, 331 Seiten  

Kategorie: Ritter

Inhaltsangabe: Dara Rochambeau ist in eine Verschwörung geraten und wird als Verräterin des Königs gebrandmarkt. Deshalb verkleidet sie sich als Nonne und flieht in ein Kloster. Doch nichts kann sie vor dem gefürchteten Ritter Wolfram schützen ...

 Review:   "Oh Schmerz lass nach!!!" dachte ich in einer Tour, als ich mich durch dieses Meisterwerk der Hausfrauenlyrik gequält habe. Der Klappentext ist ja nicht wirklich aufschlußreich, deshalb nochmal ein kleine Zusammenfassung durch mich: Die französische Burgherrin Dara de Rochambeau fällt einer politischen Intrige ihres Cousins, dem König von Navarra, zum Opfer. Dieser will sie zwangsverheiraten, sie weigert sich und landet dafür in "Beugehaft" in einem französischen Kloster. Als der englische Söldner Wolfram über Frankreich hefällt, landet Dara quasi als Kriegsbeute in seiner Gefangenschaft... Was wirklich ein schöner Medival-Romance hätte werden können, wurde durch das nicht vorhandene Schreibtalent der Autorin völlig verunstaltet. Vielleicht ist meine Kritik etwas hart, besonders deshalb, weil ich zuvor einen hervorragenden Roman gelesen habe. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das dieses Buch einfach nur schlecht ist. Ständig springt der halbbekleidete Wolfram mit bronzefarbener Brust durchs Bild, reisst die verschockte Dara wild an besagte bronzefarbene Brust um sie wild niederzuküssen und ins Bett zu locken. Oder anders: Dara´s alabasterfarbener Körper sinkt ständig an besagte nackte bronzefarbene Brust nur damit die Heroine hinterher feststellt, daß Wolfram ja ihr Feind ist und sie an irgendwelchen bronzefarbenen Brüsten (Huch!!) nichts verloren hat. Die logische Schlußfolgerung: Sie muss mit Sicherheit von Dämonen besessen sein, daß sie sich so zu Wolfram hingezogen fühlt (klar Mädel - Dämonen!!! Was sonst!!!!). Und so geht das in einer Tour - 300 Seiten lang bronzefarbene Brust und allerbasterfarbener Frauenkörper... sorry, das ist mir dann doch zu dürftig. Besonders gefehlt hat mir irgendeine gefühlsmäßige Entwicklung zwischen den Helden. Besonders Wolfram als alleinerziehnder Vater, seine 5-jährige Tochter und der Chaos-Haushalt auf Wolframs Burg hätte durch genügend Stoff für eine gefühlsmäßige Annäherung geboten. Aber offenbar macht die Autorin um echte Liebesgefühle einen großen Bogen. So blieben mir als Leserin auch Gedankengänge, Handlungen und Gefühle der Protas rätselhaft und irgendwann wollte ich dieses Rätsel auch nicht mehr lösen, weil mir Daras und Wolframs Schicksal schlichtweg schnuppe war....

 Im Banne des schwarzen Engels (The black Angel)

ISBN 3-40412641-6; Lübbe-Verlag 1997, 332 Seiten  

Kategorie: Piraten

Inhaltsangabe: Nach dem Tod ihrer Mutter ist Brianna ihrem Stiefvater Lord Montague ausgeliefert, der dem Teufel ähnlicher ist als einem Heiligen. Als er das Mädchen zu seiner Geliebten machen will, bleibt Brianna nur noch die Flucht. In ihrer Verzweiflung bricht sie zu einem neuen Leben auf den Westindischen Inseln auf. Als ihr Schiff untergeht rettet ihr Captain Roarke O´Connor das Leben. Auf einer idyllischen Insel kommen sich der Freibeuter und die attraktive Engländerin näher - bis die Vergangenheit Brianna einholt...

 Review:    Der Klappentext gibt im großen und ganzen das Buch recht gut wieder, überraschende Irrungen und Wirrungen wird man bei diesem Schmöker nicht erleben. Ich muss gestehen, daß es für mich eine große Überwindung war, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Cordia Byers hat nur 2 Bücher auf Deutsch herausgebracht, das andere Buch hieß "Geliebte Geisel" und ist eines meiner meistgehassten Bücher. Meine Erwartung an "Black Angel" war also dementsprechend sehr niedrig und ich habe mir nicht wirklich viel erwartet und habe im Geiste schon einen bitterbösen Verriss getippt. Umso erstaunter war ich, als sich der Roman als doch recht ansehnlicher Piratenschmöker entpuppt hat. Die Heldin hat zwar einen fatalen Hang dazu, sich in die unmöglichsten Situationen zu manövrieren, dennoch ist sie nicht vollends verblödet und man kann durchaus einen gewissen Reifeprozess im Lauf der Geschichte miterleben. Roarke, der Held, ist natürlich der klassische Freibeuter samt goldenem Ohrring, aber da in jüngster Zeit kaum noch gute Piraten-Storys auf den Markt kommen, hab ich mich gefreut, mit meinem Heldenpaar die Karibik unsicher machen zu können. Natürlich ist die Geschichte sehr konstruiert und vorhersehbar und spart auch nicht mit tonnenweise Klischees, aber das war ok und hat mich nicht weiter gestört. Der Schreibstil ist durchaus flüssig, an manchen Stellen zwar etwas schwülstig, aber über die "hot Scenes" kann man ja getrost hinweglesen. Aufgrund meiner höchst niedrigen Erwartungen kann ich durchaus behaupten, positiv überrascht worden zu sein und vergebe daher 3 von 7 Herzen für einen ordentlichen und soliden Roman ohne große Höhepunkte!!!