Celeste Bradley wurde 1964 in Virginia geboren und lebt nun am Fuße der Sierra Nevada in Nordkalifornien. Sie ist mit einem Journalisten verheiratet und hat 2 Töchter. Vor ihrem ersten Buch arbeitete sie als Schauspielerin. Inzwischen hat sie 10 Bücher geschrieben, ist mit dem RITA-Award ausgezeichnet worden und gehört zu den beliebtesten Autorinnen dieses Genres.Eine Austellung aller veröffentlichter Romane findet Ihr hier. Die Autorin ist natürlich auch mit einer eigenen Homepage im Netz vertreten...
Der verruchte Spion (To wed a scandalous Spy)
Bertelsmann-Verlag 2006; 368 Seiten,
Kategorie: Regency
Serie: 1. Teil "Royal-Four-Club"
Inhaltsangabe: Willa Trent hat kein Glück mit Männern - und umgekehrt: Als der attraktive Earl of Reardon vorbeireitet, schlägt sie ihn aus Versehen bewusstlos! Am nächsten Morgen wird er mit Willa vermählt. Er hofft, dass sie nichts mehr von ihm wissen will, wenn er ihr offenbart, dass er ein berüchtigter Feind Englands ist. Doch weit gefehlt: Seine schöne Braut glaubt nicht nur an seine Unschuld, sie will ihm sogar bei der Durchführung seiner geheimen Operation helfen ... .
Review: Dieses Buch ist in (fast) jeder Beziehung ein Volltreffer.Die beiden Protas wachsen einem ab der 1. Zeile sofort ans Herz. Als Leserin ist man sofort im Geschehen drin und lacht Tränen, wie Willa das pflichtbewußte, einsame Herz ihres Nathaniel erobert. Man sollte das Buch jedoch mit einem Augenzwinkern lesen. Wer erwartet, detailgetreu in die Welt des Regency einzutauchen, wird enttäuscht werden, da die Sprache der Autorin einfach zu flapsig und modern ist. Dies trübt das Lesevergnügen jedoch keine einzige Minute und das Buch rutscht runter wie ein Stück Schoki-Torte!!! Ich freue mich schon auf den nächsten Teil und empfehle dringend auch die anderen Teile aus der Liars-Club-Reihe!!!!
Dieser Erstling ist ein wunderschöner Auftakt zu einer interessanten Serie um vier Königskämpfer. Bradleys Stil ist unverwechselbar und so amüsant, dass ich kaum Vergleiche ziehen kann. Ein absolutes muss für alle LiRokrimileser. Eines möchte ich aber noch anmerken, da es nicht jedermanns Geschmack in historischen Romanen ist: Die Redewendungen sind stellenweise doch sehr ''neuzeitig''. (reviewed by Natalie)
Der geheimnisvolle Gentleman (Surrender to a wicked Spy)
Bertelsmann-Verlag 2007; 319 Seiten,
Kategorie: Regency
Serie: 2. Teil "Royal-Four-Club"
Inhaltsangabe: Lady Olivias frisch angetrauter Ehemann verkörpert alles wovon sie jemals geträumt hat. Dane Calwell hat das Gesicht eines nordischen Gottes ist charmant zuvorkommend und sogar ein wenig geheimnisvoll. Allein der Gedanke an ihre Hochzeitsnacht bringt Olivia zum Erröten. Allerdings fragt sie sich was ihr Bräutigam eigentlich den ganzen Tag treibt. Warum hält er sich zusehends von ihr fern? Wer sind die seltsamen Fremden mit dene er sich in seinem Arbeitszimmer einschließt. Ist Dane in dunkle Machenschaften verwickelt und womöglich ein Spion für das feindliche Frankreich
Review: Das Positive vornweg: Celeste Bradley ist eine der begnadeten Autorinnen, die wohl auch das Münchner Telefonbuch bezaubernd, kurzweilig und höchst liebenswert nacherzählen könnte. Zu keinem Zeitpunkt kam beim "geheimnisvollen Gentleman" Langeweile auf. Die Charaktäre sind wieder höchst vergnüglich geraten und die Heldin stolpert von einer schrägen Situation in die nächste. Kurzweil auf ganzer Linie. Weniger schön war, daß dieses Mal die Story für einen Regency-Liebesroman zu sexlastig war. Die Heldin tobt mit dem Helden schon im 1. Kapitel seitenweise durchs Bett und diese detailgetreuen Schilderungen wiederholen sich immer wieder. Es gab etwas wenig Story um die Liebesszenen drumrum so daß das Gefühlsleben der beiden etwas verloren ging. Apropos Story: Auch diese hat irgendwie an Substanz verloren... zwar taucht obligatorisch "Prinny" auf, auch Willa aus "Der verruchte Spion". Die Liars werden nur noch am Rande erwähnt und von Spionage liest man höchstens noch zwischen den Zeilen. Auch sind die Dialoge zu modern geraten. Da wird der Held schon mal als "Ar....ch" tituliert, den selben Ausdruck verwendet Prinny und das sogar mehrfach. Natürlich sind die Regencys der Autorin nicht wirklich authentisch - aber hier ist die Sprechweise doch etwas zu sehr aus dem Ruder gelaufen. Hätte die Autorin nicht ein so wunderbares Schreibtalent; so hätte der Roman mit deutlich höherem Punkteabzug leben müssen.
Dieser Band steht seinem Vorgänger in nichts nach. Sprachlich ist es wie beim Erstling, aber wer diesen gelesen hat wird wissen was auf ihn zukommt ;o) Ich fand dieses Buch sehr schön und abrundend, was wahrlich nicht bei jeder Autorin vorkommt. Die Story ist wunderbar und mit vielen Pointen gespickt. Auch Danes ''übergroßes Problem'' (was einige Frauen als Gottesgabe betiteln würden) sorgt für sehr viel Witz, Charme und Erotik... (reviewed by Natalie)
Die schöne Spionin (The Pretender)
ISBN 3-44236279-2; Blanvalet-Verlag 2005; 412 Seiten,
Kategorie: Regency
Serie: 1. Teil "Liar´s-Club"
Inhaltsangabe: Um ihren Bruder unbehelligt in London suchen zu können, gibt sich die junge, temperamentvolle Agatha Cunnington als verheiratete Frau aus. Als Scheinehemann hat sie sich den attraktiven Simon Montague Rain ausgesucht. Doch sie ahnt nicht, dass auch Simon nicht der ist, für den er sich ausgibt. Er will Agatha ausspionieren, doch je näher er ihr kommt, umso mehr ist er von ihr hingerissen. Und auch Agathas Leidenschaft entflammt für den charmanten Schuft …
Review: Celeste Bradley hat mit der "Schönen Spionin" ein wirklich schönes Erstlingswerk abgeliefert. Ich habe bei manchen Szenen schallend gelacht. Besonders Agathe ist als Heldin wirklich gut gelungen. Eine "Mittzwanzigerin" mit rundlicher Figur, Apfelbäckchen und einem herzerfrischenden Charakter... einfach putzig !!!! Auch Simon macht als Hero einiges her. Die beiden Protas sind einfach zum knuddeln. Da sieht man gerne auch über die eine oder andere Länge hinweg, die das Buch teilweise aufweist. Auch sind einige der "witzigen" Szenen etwas "bemüht". Ein wirklich spritziger netter Regency-Roman der auf dem besten Weg ist, in die Fußstapfen von Amanda Quick zu treten. Ich denke, von Celeste Bradley können wir uns noch einiges erhoffen. Das Buch ist nur um haaresbreite an den "7-Herzchen" vorbeigeschrammt....
Die schöne Schwindlerin (The Impostor)
ISBN 3-44236335-7; Blanvalet-Verlag 2006; 382 Seiten,
Kategorie: Regency
Serie: 2. Teil "Liar´s-Club"
Inhaltsangabe: Dalton Montmorency hat eine heikle Aufgabe. Er soll im Dienste Ihrer Majestät die wahre Identität des respektlosen Cartoonisten »Sir Thorogood« entschlüsseln. Also veranstaltet Dalton einen Ball und gibt sich dort als dieser aus. Als Clara Simpson bei dem Fest eintrifft, ist sie entsetzt, als ihr Pseudonym leibhaftig durch den Ballsaal tanzt. Wie kann sie den attraktiven Hochstapler enttarnen, ohne ihre eigene Identität preiszugeben?
Review: Habe ich noch bei "Die Schöne Spionin" geschrieben, daß C. Bradley ein tolles Talent ist, welches noch einiger Übung bedarf ??? Nun ja, vielleicht hätte ich schreiben sollen, daß C. Bradley mit dem 1. Teil einen Glücksgriff getan hat, der ihr im 2. Teil nicht gelungen ist... Voraussetzung, daß man an dem Buch überhaupt Freude hat, ist, daß man unbedingt "Die schöne Spionin" gelesen haben sollte. Zum einen ist es natürlich toll "alte Bekannte" wiederzutreffen, anderseits - ohne die Vorkenntnisse aus dem 1. Teil stürzt einen dieses Buch ins totale Chaos... C. Bradley ist unzweifelhaft ein großes erzählerisches Talent. Sie schafft es immer wieder, daß Situationskomik, trockene Kommentare und die herzerfrischende Unverkrampftheit der Heldin einen herzlichen Lachanfall auslösen. War der erste Teil noch überwiegend gut und wurde das Lesevergnügen nur durch einige Längen zwischendurch gestoppt, so kippt hier die Balance deutlich ins Negative. Störend ist vor allem, daß Held und Heldin sich erst nach über 2/3 des Buches in ihrer "wahren Gestalt" begegnen. Davor findet ein heilloses Durcheinander aus Tarnung, Spionage, Verkleidungen usw. statt. Dies sorgt nicht nur für Verwirrung bei den Protas, sondern auch bei der geneigten Leserin. C. Bradley hat hier - wohl um Spannung zu erzeugen - ein völlig unnötiges Wirrwarr eingebaut, was das Lesevergnügen erheblich beeinträchtigt. Schade Schade.. aus dieser Geschichte hätte man deutlich mehr machen können....
Die schöne Betrügerin (The Spy)
ISBN 3-44236336-5; Blanvalet-Verlag 2006; 446 Seiten,
Kategorie: Regency
Serie: 3. Teil "Liar´s-Club"
Inhaltsangabe: James Cunnington soll im Dienste Ihrer Majestät die Tochter eines Verräters finden. Doch er ahnt nicht, dass sich die Gesuchte unter seinem Dach befindet: Phillipa Atwater hat sich, als Mann verkleidet, bei ihm anstellen lassen. Sie glaubt nämlich, ihr attraktiver Dienstherr sei für das Verschwinden ihres Vaters verantwortlich. Und sie muss erfahren, dass Sehnsucht schmerzhafter sein kann als eine Gewehrkugel - wenn man sich in seinen Feind verliebt ...
Review: War der erste Teil der "Liars" (Die schöne Spionin) überwiegend gut, so enttäuschte der zweite Teil (Die schöne Schwindlerin) doch sehr. Aber ich bin froh, daß ich mich durchgerungen habe, mir auch den dritten Teil zuzulegen. Hier entfaltet die Autorin nun ihr gesamtes erzählerisches Talent und jagt die geneigte Leserin von einem Lachanfall zu nächsten. Eigentlich ist der Plot "Mädchen-verkleidet-sich-als-Mann" schon in den 80iger Jahren "ausgelutscht" gewesen - aber Celeste Bradley hat es gekonnt verstanden, dieser Geschichte nochmal den richtigen Drive zu verpassen. Was muss die gute Philippa auch alles erdulden, um in ihrer Rolle als Hauslehrer nicht aufzufliegen: James - der sich um die "Männlichkeit" seines neuen Angestellten sorgt, beschießt, dem armen "Philipp" ein paar Trainingsstunden im Boxring angedeihen zu lassen. Dann muss Philipp auch noch mit auf einen Ball - wo er sich zum Liebling der Damen mausert; weiß doch kein Mann so gekonnt über Mode zu plaudern wie Philipp. Mit spitzer Feder nimmt die Autorin die Vor,- und Nachteile des jeweiligen Geschlechts gekonnt aufs Korn. Philippa ist eine wirklich rundum gelungene Heldin, die man sofort ins Herz schließt. Einerseits ganz Frau - anderseits nimmt sie ihr Schicksal tapfer in die eigenen Hände. Bis die Leserin mit James - dem Helden - warm wird, kann es jedoch einige Kapitel dauern. Zu sehr versinkt der Bursche - speziell am Anfang - im Selbstmitleid und in seinen Racheplänen gegenüber Lavinia. Trotzdem kann ich diesem Buch aus ganzem Herzen volle 7 Herzchen zugestehen. Die Autorin hat sich diese Auszeichnung von der ersten bis zur letzten Zeile voll verdient! Ein perfektes Lesevergnügen !!!!
Die schöne Rächerin (The Charmer)
ISBN 3-44236614-3; Blanvalet-Verlag 2006; 420 Seiten,
Kategorie: Regency
Serie: 4. Teil "Liar´s-Club"
Inhaltsangabe: Collis Tremayne ist ein geborener Verführer, dessen Charme keine Frau widerstehen kann. Kaum jemand ahnt jedoch, dass er zudem der fähigste Spion im Dienst der englischen Krone ist. Aber nun hat Collis Tremayne zum ersten Mal einen ernstzunehmenden Widersacher gefunden: Rose Lacey - die erste Frau, der es jemals gelungen ist, ihn auszutricksen und wie einen Tölpel aussehen zu lassen. Sie ist zudem die Einzige, deren Herz er nicht mit seinem berühmten blendenden Lächeln zum Schmelzen bringen kann. Kein Wunder also, dass Collis immer verzweifelter wünscht, er hätte sie nie kennen gelernt - merkwürdig nur, dass mit jedem Blick in ihre strahlenden braunen Augen seine Sehnsucht wächst, sie zu besitzen... Rose Lacey hat hart darum gekämpft, in den legendären »Lügner-Club« aufgenommen zu werden, eine als Spielclub getarnte Gruppe von Spionen Ihrer Majestät. Und sie wird diesen Traum bestimmt nicht wegen eines Tunichtguts wie Collis Tremayne gefährden, der ihr Blut vor Wut zum Kochen bringt - aber ebenso vor glühend heißem Verlangen. Und so ist Rose gar nicht begeistert, dass sie ausgerechnet mit ihm eine heikle und gefährliche Mission erfüllen muss, bei der es um nicht weniger geht als den Fortbestand des gesamten englischen Königreichs. Und so müssen die beiden ungleichen Spione all ihren Witz und Verstand aufbieten, um eine tödliche Intrige aufzudecken - aber auch, um den Verlockungen einer höchst ungebetenen Leidenschaft zu widerstehen, die sie immer mehr in ihren Bann zieht...
Review: Eigentlich dachte ich, daß eine Steigerung zur "schönen Betrügerin" nicht mehr möglich ist. Aber Celeste Bradley scheint nun alle Register ihres schreiberischen Könnens gezogen zu haben. Im Gegensatz zu den Vorgänger-Romanen wurde hier mehr Wert auf die Entwicklung der Gefühle zwischen den beiden Protas gelegt. Da wäre einmal Rose, die durch alle Höllen eines Dienstmädchendaseins gegangen ist. Und Collis - der charmante Schwerenöter der nach einer Kriegsverletzung seinen Lebenssinn verloren hat. Beide zuerst in starker Konkurrenz im Wettstreit um die Aufnahme im Liar´s Club, später zwangsweise ein Team zur Aufklärung eines Falles und endlich auch Freunde und Liebende. Die Gefühlswelt der beiden wurde tief ausgelotet und beide wachsen aneinander und bringen sich vorwärts. Diese Entwicklung zu beobachten macht einfach nur Freude und treibt der Leserin die ein oder andere Träne ins Auge. Für Humor ist aber auch gesorgt, denn schließlich stiftet Prinny Georg (das Staatsoberhaupt) mit seinem ermittlungstechnischen Feuereifer jede Menge Chaos.
Inhaltsangabe: Als die junge Lady Jane Pennington dem charmanten Lebemann Ethan Damont begegnet, ahnt sie nicht, dass dieser in Wahrheit ein Spion Ihrer Majestät ist, der ihren Onkel des Landesverrats überführen soll. Doch dieser Auftrag bringt Ethan in schwere Bedrängnis: denn noch nie hat ihn eine Frau derart angezogen wie die scharfzüngige und ungeheuer sinnliche Jane. Denn was ist, wenn auch sie eine Feindin der Krone ist?
Review: Kaum zu glauben, aber die Autorin steigert sich von Buch zu Buch. Celeste Bradley ist mit der schönen Teufelin wieder einmal ein hervorragendes Buch gelungen. Humor, Tempo, Charme und eine spannende Story reichen sich hier die Klinke in die Hand. Zu keiner Zeit kommt Langeweile auf, die Helden und Nebencharaktäre sind mit leichter Hand spritzig skizziert und ich habe das Buch in einem Rutsch mit einem Dauergrinsen durchgelesen. Sucht man nach Mängeln, könnte man die etwas skurile und hanebüchene Story ins Feld führen. Auch die Heldin benimmt sich mit Sicherheit eher wie eine moderne Frau, denn wie eine Lady im Regency-Zeitalter. Was solls... ich habe mich köstlich unterhalten und nehme mit großem Bedauern das Ende der Liars-Club-Reihe zur Kenntnis.
Inhaltsangabe: Eine Frau als engste Beraterin des Königs? Welch ein Skandal! Marcus Ramsay, Lord Dryden, wird umgehend damit beauftragt, den Ruf der junge Witwe Julia Barrowby zu schädigen. Doch während er auf vielfältige Weise ihr Vertrauen erschleicht, entdeckt er plötzlich Gefühle für die temperamentvolle Schöne, die ganz unvernünftig, wild und leidenschaftlich sind ...
Review: Wie ihr an meinen anderen Rezis erkennen könnt, bin ich ein großer Celeste-Bradley-Fan und finde beide Serien höchst vergnüglich. Die Autorin hat es geschafft, auf höchst charmante und besonders humorvolle Weise das etwas angestaubte "Regency-Genre" zu entlüften. Wie schade, daß nun der 3. Teil der "Royal Four" in so flaches Fahrwasser geraten ist. Zwar ist der Roman nicht mehr ganz so sexlastig wie der Vorgänger (Der geheimnisvolle Gentleman) aber die Witze und der vormals so messerscharfe Humor verflachen immer mehr. Zwar wartet die Story mit einigen überraschenden und höchst liebenswerten Details auf, diese werden jedoch dermassen dick aufgetragen, daß es mich seitenweise vor Überdruss gebeutelt hat. So schreibt z.B. die Heldin ihre erotischen Phantasien in fiktiven Tagebüchern nieder (die natürlich prompt dem Helden in die Finger fallen) aber daß diese sexistischen Ausschweifungen mehrere Seiten pro Kapitel!!! einnehmen müssen ist einfach zu viel des Guten. Auch solche "Spassmacher" wie explodierte Latrinenhäuser, ein zahnloser zahmer Löwe, das vom Zirkus stammende Hauspersonal usw. stört eher als daß es der Geschichte gut tut. Weniger ist mehr - diesen Grundsatz hätte sich Celeste Bradley auf die Fahnen schreiben sollen. Wollen wir mal hoffen, daß der Abschlußband der Royal Four besser wird.
Inhaltsangabe: Die zauberhafte Pfarrerstochter Phoebe Millbury ist fest entschlossen, sich einen Herzog zu angeln. Auf einem Fest begegnet sie dem verruchten, aber unverschämt gutaussehenden Lord Rafe Marbrook, der ihr Herz in Flammen setzt. Doch durch eine schreckliche Verwechslung akzeptiert Phoebe den Antrag seines Bruders ...
Review:Ich muss fairerweise sagen, daß ich ein riiieesiger Fan von Celeste Bradley bin und mir ihre pfiffige und beschwingte Schreibe unheimlich gefällt und liegt. Natürlich verzichtet die Autorin zugunsten der humorigen Momente eindeutig auf Zeitkollorit und die Gedanken und Gespräche der Protagonisten sind eindeutig zu modern für einen Regency. Dennoch wurde ich bestens unterhalten. Das Buch kränkelt jedoch deutlich, wenn es um die Storyline geht: Bei den "Royal Four" und dem "Liars Club" hat eine Spionagegeschichte wie ein roter Faden die Geschichte vorangetrieben. In dem vorliegenden Buch geschieht - handlungsmässig - jedoch nicht wirklich viel. Phoebe und Rafe (der richtige Marbrooke) laufen sich immer wieder über den Weg, verzehren sich kreuzunglücklich nacheinander und können die Finger nicht voneinander lassen. Dies mag anfänglich noch charmant sein, aber wenn sich diese unglückliche Situation Kapitel um Kapitel hinzieht und nicht endlich Tempo und Fahrt in die Geschichte kommt, fängt das ganze doch spätestens ab der Hälfte an etwas zu langweilen. Und würde ich den Schreibstil der Autorin nicht so lieben, wäre ab der Hälfte dann auch Schluß gewesen....So hab ich aber tapfer weitergelesen, hab mich auch gut amüsiert, muss aber feststellen, daß die Heiress-Brides nicht an die Vorgängerserien heranreichen.