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Alexander, Victoria

alias: Cheryl Griffin

(co) http://mockingbird.creighton.edu/NCW/alexande.htm

Bevor Victoria Alexander sich dem Schreiben zuwandte, arbeitete sie als erfolgreiche, mit Preisen ausgezeichnete TV-Reporterin. Mit ihren historischen Liebesromane hat sie sich mittlerweile eine groß, treue Fangemeinde geschaffen. Auch im Heyne Verlag wurden einige ihrer Romane mit großem Erfolg veröffentlicht (co www.randomhouse.de) Die Autorin ist mit einer eigenen Homepage im Netz vertreten. Eine Aufstellung aller veröffentlichter Romane findet Ihr hier.

 Flammende Sehnsucht (The Pursuit of marriage)

ISBN 3-89897303-4; Weltbild-Verlag 2004, 382 Seiten,  

Kategorie: Regency

Serie: 8. Teil der "Effington-Family"

Inhaltsangabe:  Cassandra Effington ist das Glanzlicht jedes Balls in der guten Gesellschaft. Keiner der um die Hand der strahlenden Schönheit anhielt wurde bisher erhört. Ausgerechnet mit dem skandalumwitterten Lord Berkley geht Cassandra sogar eine Wette ein: Eher wird sie für den Frauenhelden eine Braut finden als er für sie einen Bräutigam. Doch in Wahrheit hat sich Berkley längst entschieden - für Cassandra selbst...

Review: folgt später...

 

 Im Taumel der Begierde (The Husband List)

ISBN 3-45386866-8; Pavillon-Verlag 2003, 352 Seiten,  

Kategorie: Regency

Serie: 2. Teil der "Effington-Family"

Inhaltsangabe:  Die schöne Lady Gillian muss unbedingt einen Ehemann finden – und zwar bald. Ganz oben auf ihrer Liste infrage kommender Kandidaten steht der faszinierende Earl of Shelbrooke, doch der will mehr von ihr als nur eine keusche Vernunftehe …

Review: Gillian ist eine junge Witwe von 29 Jahren. Ihr steht eine erhebliche Erbschaft ins Haus, sofern sie es schafft, an ihrem 30. Geburtstag verheiratet zu sein. Dummerweise hat sie ihren verstorbenen Gemahl sehr geliebt und ist von einer neuerlichen Vermählung nicht wirklich angetan. Allerdings benötigt sie die Erbschaft dringend, um von ihrer Familie unabhängig zu sein und weiterhin als Mäzenin für Künstler auftreten zu können.
So entschließt sie sich, dem verarmten Earl Richard of Shelbrooke ein unmoralisches Angebot zu machen: Er soll sie - nur auf dem Papier - heiraten, damit beide in den Genuss der Erbschaft kommen. Richard könnte damit seine Grafschaft wieder auf Vordermann bringen, Gillian könnte weiterhin als Mäzenin agieren. Doch Richard weist dieses Ansinnen von sich; schließlich möchte er Kinder, damit sein Name und der Titel weiterhin bestehen bleibt...
Was hier wirklich ein hinreissender Regency hätte werden können, wurde von der Autorin leider nur ungenügend umgesetzt. Zwar sind Gillian und Richard zwei sehr sympathische Charaktäre, ihre Handlungen und Gedankengänge sind jedoch mehr als wirr. So habe ich es bis zum Ende des Buches nicht verstanden, warum Richard nicht mit beiden Händen zugreift, als Gillian ihm die Ehe anbietet und er sich erst nach der Eheschließung daran macht, seine Frau von den Vorzügen der ehelichen Liebe zu überzeugen.
Auch Gillian erkennt recht flott, daß zwischen ihr und Richard mehr ist als ein rein vernunftbetontes Arrangement. Anstatt sich jedoch auf ein neues Glück einzulassen, ziert sie sich unnötig und ergeht sich in seitenlangen Ausführungen darüber, warum sie sich vor einer "Ehe mit Emotionen und Liebe" fürchtet. Daß sie anfänglich noch an ihrem verstorbenen Mann hängt, konnte ich nachvollziehen, aber daß sie nicht endlich nach dem Glück greift, fand ich eigentlich nur zickig.
Zwar flackern ab und an durchaus humorige Momente auf, aber diese ersticken immer wieder in seitenlangen Lamentis über das verwirrende Gefühlsleben der Protagonisten. Für mich als Leserin war diese chaotischen Emotionen äußerst zäh zu lesen und ich musste mich immer wieder aufraffen, weiter zu lesen.
Schade schade, die Autorin hat mit "Verborgene Verheißung" eigentlich bewiesen, daß sie es besser kann. Deshalb auch nur 3 von 5 Herzchen

 

 Verborgene Verheißung (Love with the proper Husband)

ISBN 3-45372071-7; Heyne-Verlag 2003, 368 Seiten,  

Kategorie: Regency

Serie: 6. Teil der "Effington-Family"

Inhaltsangabe: Um ihr Erbe anzutreten, müssen der Earl von Pennington und die attraktive Gwendolyn Townsend heiraten. Von Liebe war nie die Rede! Doch er kann sich dem Zauber der eigenwilligen Schönheit nicht entziehen, und bald will er mehr als nur eine keusche Ehe. Der Earl setzt alles daran seine wiederspenstige junge Ehefrau zu verführen doch Gwen hat ihrem Ehemann nicht die ganze Wahrheit erzählt.

Review:    Die "Gesellschaft aufrechter Damen zur Besserung der Zukunft Britaniens" ist eine Riege von Müttern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, ihre heiratsunwiligen Sprösslinge unter die Haube zu bringen. Erstes Opfer dieser Damenclique ist Marcus, Lord Pennington. So muss er - um sein Vermögen zu erhalten - die junge fast mittellose Gwen heiraten. Gwen jedoch ist an dieser Heirat ebensowenig interessiert wie Marcus, als sie jedoch von der Existenz ihrer 3 verwaisten Nichten erfährt, willigt sie schließlich in die Heirat ein. Ob die beiden doch noch ihr Glück finden, müsst Ihr schon selbst erlesen...

An dieses Buch hatte ich wenige Erwartungen, wurde dann aber positiv überrascht. Victoria Alexander hat einen äußerst schmissigen Schreibstil und versteht es hervorragend, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen. Gewürzt ist die Geschichte mit jeder Menge witziger Wortgefechte und die Heldin sinkt dem Helden nicht sofort schmachtend an die Brust, sondern Marcus muss sich eine Menge einfallen lassen, um das Herz seiner Lady zu erobern. Wer wieder einmal einen witzigen charmanten Regency lesen will, der ohne hochdramatische Irrungen und Wirrungen auskommt und sich ganz auf die Persönlichkeit seines Heldenpaares verlässt, ist mit diesem Buch mit Sicherheit gut bedient. Einziger Vorwurf, den man dem Roman machen kann, ist, daß die Story ab und an etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt - aber dies wird durch die gekonnte Schreibe der Autorin mehr als wett gemacht.

 

 Masken der Leidenschaft (When we meet again)

Weltbild-Verlag 2007, 367 Seiten,  

Kategorie: Regency

Serie: 10. Teil der "Effington-Family"

Inhaltsangabe: Weil Russland sein Land besetzt hat flieht Kronprinz Alexej von Avalonien ins Londoner Exil. 4 Jahre vorher hat er bei einem Besuch in der Stadt eine unvergessliche Liebesnacht mit einer maskierten Fremden verbracht. Die anonyme Dame die damals mit ihm alle Tabus der englischen Gesellschaft gebrochen hat ist nun seine neue Nachbarin in London, Pamela Effington. Schon bald entdecken Pamela und Alexej daß sie mehr verbindet als eine kurzlebige Affäre. Doch die Widerstände gegen ihr gemeinsames Glück sind groß

Review: Uff, geschafft... mit diesem Buch hatte ich wirklich meine liebe Not. Aber erstmal alles auf Anfang: Pamela Effington ist eigentlich ein hässliches Entlein, welches erst mit 20 Jahren zur Schönheit herangereift ist. Kein Wunder, daß sie dem erstbesten Charmeur auf den Leim geht und ihr Ruf ruckzuck ruiniert ist. Sie geht mit ihrer Cousine und höchst unkonventionellen Tante auf Europareise um dem Skandal zu entgehen. In Venedig schließt sie - maskiert auf einem Ball - die Bekanntschaft mit Alexej, Kronprinz von Avalonien. Sie verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander bevor sich ihre Wege wieder trennen. Einige Jahre später kehrt Pamela zurück nach London - gereift zur selbstbewußten Schönheit und läuft dort prompt ihrem damaligen Liebhaber wieder in die Arme. Ob sie diesmal im 2. Anlauf ihr Glück finden? Also wie ich vorhin schon sagte... Uff. Die Autorin hat mit Pamela Effington eine wirklich höchst unkonventionelle Heldin entworfen. Nicht wirklich häufig passiert es in einem Regency, daß die Heldin zuerst mit dem Helden durch die Laken tobt und sich erst anschließend eine Lovestory entwickelt. Dies hat mir aber sehr gut gefallen und hat dem Roman einen gewissen Pfiff verliehen. Weniger pfiffig hingegen war Alexej, der Held. Natürlich ein Womanizer vom Scheitel bis zur Sohle, ganz auf sein persönliches Vergnügen aus erhält sein Leben als Bruder Leichtfuß einen deutlichen Dämpfer als sein Land von Rußland anektiert wird und er nach London ins Exil fliehen muß. Sein Charakter war mir die ganze Zeit über etwas zu wässrig - einerseits ich er am Boden zerstört, da er sein Land verloren hat, anderseits kann er auch nicht davon lassen, Pamela mehr als eindeutige Angebote zu machen. So zog sich das ganze Kapitel um Kapitel hin - Pamela stets darauf bedacht, daß Alexej in ihr nicht die Geliebte aus Venedig erkennt, anderseits darauf bestrebt sein Herz zu erobern. Alexej widerrum möchte nichts weiter als mit Pamela in die Kiste springen und glaubt anderseits, ihrer nicht würdig zu sein weil er doch nun ein Kronprinz ohne Land ist. So wurden Probleme gewälzt, die keine waren, seitenfüllende Dialoge gesenft, welche die Geschichte kein Stück vorwärts brachten und passiert ist - rein handlungsmässig - auch nicht viel, bzw. gar nichts. Auch der Humor, den Victoria Alexandra durchaus in anderen Büchern schon zu Papier gebracht hat, ging diesmal total verloren bzw. wirkte künstlich aufgesetzt. Schade schade, speziell diese ungewöhnliche Heroine hätte ein wirklich besseres Buch verdient. Deshalb auch diesmal nur 3 von 7 Punkten.

 

 Glücksspiel der Liebe (Let it be Love)

ISBN 3-45381155-0; Heyne-Verlag 2007, 420 Seiten,  

Kategorie: Regency

Serie: 11. Teil "Effington Family" 

Inhaltsangabe: Um das Erbe ihres Vaters zu bekommen, soll die schöne Fiona den Amerikaner Sinclair heiraten, den sie noch nie zuvor gesehen hat. Da sie dieser Heirat entgehen will, macht sie Lord Effington ein unwiderstehliches Angebot. Zu spät merkt dieser, worauf er sich da eingelassen hat.

Review: Bisher habe ich 2 Bücher von Victoria Alexander gelesen:
"Verborgene Verheißung" hat mir ausgesprochen gut gefallen während "Im Taumel der Begierde" bei mir fast komplett durchgefallen ist. Dieser Roman sollte nun also die Entscheidung bringen, ob Victoria Alexander nun meine Lesenerv trifft oder eher nicht...
Um es vorweg zu sagen: Sie hat!!! Fiona ist eine ausgesprochen sympathische Heldin. Nicht mehr ganz taufrisch, jedoch sehr attraktiv und ihrer Anziehungskraft sehr bewußt, schreitet sie unverzüglich zur Tat und nimmt ihr Lebensglück in beide Hände. Besonders gefallen hat mir, daß sie nicht zur Prüderie neigt, schließlich hat sie in Italien eine Kunstschule besucht und dort Aktmodelle gemalt.
Auch Jonathon (nein - kein Schreibfehler!!) ist ein wirklich hinreißender Charakter. Er ist ganz "Mr. Charming" der sich bisher erfolgreich um jede feste Bindung drücken konnte. Er ist gewohnt, daß die Frauen auf ihn fliegen und daß er bei Fiona selbst nun sein Herz verliert, bringt ihn ziemlich aus dem Gleichgewicht. Beide liefern sich äußerst humorvolle Gefechte welche mit messerscharfem Wortwitz und Situationskomik gespickt sind. Wer Romane von Kathryn Caskie oder auch Celeste Bradley mag, wird auch mit dem Schreibstil und Humor von Victoria Alexander viel Freude haben... Die Story selbst ist nichts weltbewegendes, da sich die Autorin ganz und gar auf das Charisma und den Charme ihres Heldenpaares verlässt, um der Leserin etliche vergnügliche Stunden zu bereiten. Und das ist ihr auch vollends gelungen...

 

 Zauber der Versuchung (A little bit wicked)

ISBN: 3-45340586-2; Heyne-Verlag 2008; 382 Seiten

Kategorie: Regency

Serie: 1. Teil "Last Man standing"

Inhaltsangabe: Kann man auch nur ein kleines bisschen verdorben sein? Vier attraktive und reiche junge Männer schließen eine Wette ab: Sieger wird derjenige, der am längsten der Ehe widerstehen kann. Gideon Pearsall ist sicher: Er wird gewinnen, denn schon seit einiger Zeit unterhält er eine erotische Liaison mit der selbstbewussten und hübschen Lady Judith Chester und denkt gar nicht daran, sie zu heiraten. Doch aus Vergnügen wird Liebe, und bald finden sie sich in einem Strudel der Leidenschaft wieder.

Review: Hinweis: Zauber der Versuchung ist der "Nachfolgeband" von "Glücksspiel der Liebe". Mit diesem Buch wird die Verbindung von der "Effington-Reihe" zur "Last Man Standing Reihe" gezogen. Die Heldin aus "Zauber der Versuchung" ist die ehemalige Geliebte des Helden aus "Glücksspiel der Liebe" Gideon, Lord Warton, ist Teil einer 5-köpfigen Clique junger reicher Gentleman, die eine Wette abschließen: Wer dem Ehejoch bis zuletzt entgehen kann, bekommt den Wetteinsatz von 1 Shilling und eine Flasche feinsten Cognac. Gideon ist sich sicher, daß er die Wette für sich entscheiden kann. Schließlich hat er vor kurzem die Bekanntschaft der Witwe Judith, Lady Chester gemacht und unterhält nun eine lockere Liaison mit der Dame. Warum also heiraten?? Womit Gideon und Judith jedoch nicht gerechnet haben, ist die Macht der Liebe...
Wow, was für ein unglaublich tolles Buch - ein echter Pageturner. Victoria Alexanders Bücher schwanken stets zwischen "naja, mittelprächtig" bis "sensationell" aber was sie mit diesem Romance vorgelegt hat, toppt alle ihre bisherigen Bücher.
Besonders gut gefallen hat mir die Heldin Judith. Sie ist mit 30 Jahren kein Küken mehr und hat in ihrer 10-jährigen Witwenschaft auch sich die in oder andere Affaire gegönnt. Stets war Judith jedoch darauf bedacht, den Anstand zu wahren und nicht mit jedem Gentleman ins Bett zu hüpfen. All ihre verflossenen Liebhaber sind ihr bis heute wohlgesonnene Freunde. Judith ist eine tolle Heldin mit Stil und Format. Sie lotet ihre Grenzen in der feinen Gesellschaft aus, ohne jedoch jemanden zu verletzen oder die Gesellschaft vor den Kopf zu stoßen.
Auch Gidon macht als Hero einiges her: Attraktiv und charmant ist er mit seinem kühlen zynischen Auftreten ein äußerst charismatischer Typ. Und je näher man ihn kennenlernt und die Hintergrundgeschichte um ihn erfährt, desto mehr wächst Gidon der Leserin ans Herz.
Der Schreibstil der Autorin ist diesmal überragend gut: Einerseits versprüht der Roman durch seine leichte beschwingte Art sehr viel Witz und Charme, anderseits kommt es immer wieder zu sehr emotionalen Momenten die mir ab und an Pippi in die Augen getrieben haben. Große Gefühle leicht zu Papier zu bringen - das ist die hohe Kunst des Liebesromanschreibens. Und diese Kunst hat uns Victoria Alexander mit diesem Buch auf das vortrefflichste demonstriert. Trotz allem Drehen und Wenden vermag ich an "Zauber der Versuchung" nichts auszusetzen.
Von mir gibts daher - voller Überzeugung und aus vollem Herzen - volle Punktzahl.